HR-KI-Schu­lung für mehr Kom­pe­tenz

Per­so­naler unter Zeit­druck — KI-Nut­zung in hoch­sen­si­blen Berei­chen

Bewer­bungen landen heute selten zuerst auf einem mensch­li­chen Schreib­tisch. Viele Unter­nehmen setzen Soft­ware ein, die Lebens­läufe auto­ma­tisch mit den Stel­len­an­for­de­rungen abgleicht und nur einen Teil der Bewer­bungen über­haupt zur wei­teren Prü­fung durch­lässt.

sycat eLU setzt auf indi­vi­du­elle KI-Schu­lungs-Pro­zesse

In vielen Per­so­nal­ab­tei­lungen über­nehmen inzwi­schen auto­ma­ti­sierte Sys­teme, wie bei Sabrina, die Vor­auswahl von Bewer­bungen anhand ihrer Lebens­läufe.

Was dabei ver­loren geht, ist die zweite Instanz: ein Blick auf die aus­sor­tierten Kan­di­daten, bevor eine Ent­schei­dung end­gültig wird. Vor­auswahl und Ableh­nung fallen heute oft in einem ein­zigen auto­ma­ti­sierten Schritt zusammen – ohne dass ein Mensch noch einmal drauf­schaut.

Ein typi­scher Fall

Sabrina ist Ende 40 und arbeitet seit ihrer Aus­bil­dung in einem süd­deut­schen Ban­ken­ver­bund. Sie kennt fast jeden Wer­de­gang im Haus, seit über zwanzig Jahren ent­scheidet sie über Neu­ein­stel­lungen, Beför­de­rungen und Kün­di­gungen – meist nach Akten­lage und Bauch­ge­fühl, geschult an unzäh­ligen Bewer­bungs­ge­sprä­chen.

Für die aktuell aus­ge­schrie­bene Sach­be­ar­beiter-Stelle hat sie diesmal keine ein­zige Bewer­bung selbst gesichtet: Das neue System hat vor­sor­tiert, bevor sie über­haupt rein­ge­schaut hat. Sabrina ver­traut dem Tool – die IT hat es schließ­lich sorg­fältig ein­ge­richtet, und die gewon­nene Zeit steckt sie lieber in die Gespräche, die ohnehin nur sie führen kann: Gehalts­ver­hand­lungen, Kün­di­gungs­ge­spräche, die Abstim­mung mit den Füh­rungs­kräften vor jeder Beför­de­rung.

KI Schulung für HR-Mitarbeiter und HR-Verantwortliche sind absolut notwendig und entscheidend - auch für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben

Welche Risiken kann eine HR-KI-Schu­lung wie mini­mieren?

Risiken bei auto­ma­ti­sierter Bewer­ber­vor­auswahl

Auto­ma­ti­sierte Vor­auswahl bei Per­so­nal­ent­schei­dungen gilt nach Anhang III der EU-KI-Ver­ord­nung als Hoch­ri­siko-KI – mit deut­lich höheren Anfor­de­rungen als bei all­ge­meiner Con­tent-Erstel­lung. Fol­gendes ist dabei beson­ders rele­vant:

  • Bias-Risiko – Muster wie Kar­rie­re­lü­cken, Alters­in­di­ka­toren oder Namen können zu sys­te­ma­ti­scher Benach­tei­li­gung führen. Fehlt dazu die gesetz­lich vor­ge­schrie­bene mensch­liche Kon­troll­mög­lich­keit (Art. 14), besteht in Zukunft die Gefahr von teils enormen Buß­gel­dern.
  • Nach­weis­pflicht bei Ableh­nungen – aus­sor­tierte Bewer­bungen müssen nach­voll­ziehbar begründet sein, spä­tes­tens wenn eine abge­lehnte Kan­di­datin den Fall juris­tisch prüfen lässt.
  • Beson­dere Schu­lungs­pflichten – die Hoch­ri­siko-Ein­stu­fung ver­langt zusätz­lich zur all­ge­meinen Schu­lungs­pflicht nach Art. 4 einen geson­derten Kom­pe­tenz­nach­weis für alle, die mit dem System arbeiten.

Mehr zu Pflichten und Fristen im KI-Schu­lung-Leit­faden >

Was eine HR-KI-Schu­lung kon­kret leisten muss

Eine wirk­same Schu­lung für den Ein­satz von KI in der Per­so­nal­aus­wahl ver­mit­telt HR-Ver­ant­wort­li­chen fol­gende Punkte:

  • Bias-Muster erkennen – Kar­rie­re­lü­cken, Alters­in­di­ka­toren oder Namen als mög­liche Dis­kri­mi­nie­rungs­quellen ver­stehen, bevor sie unbe­merkt wirken.
  • Fil­ter­kri­te­rien kri­tisch hin­ter­fragen – wissen, wann eine auto­ma­ti­sche Vor­auswahl ange­passt oder aus­ge­setzt werden muss.
  • Mensch­liche Auf­sicht aktiv wahr­nehmen – aus­sor­tierte Bewer­bungen stich­pro­ben­artig oder voll­ständig gegen­prüfen, statt der Auto­matik blind zu ver­trauen.
  • Gre­mien- und stand­ort­spe­zi­fi­sche Beson­der­heiten berück­sich­tigen – etwa Mit­be­stim­mungs­pflichten des Betriebs­rats, die je nach Standort im Ban­ken­ver­bund unter­schied­lich aus­ge­staltet sind.

Risiken im kon­kreten Fall und Folgen der opti­malen Schu­lung

Bei Sabrina kon­kret: Bei der aus­ge­schrie­benen Sach­be­ar­beiter-Stelle hat das KI-gesteu­erte System unter anderem eine Bewer­berin her­aus­ge­fil­tert, die anhand ihrer Qua­li­fi­ka­tionen sehr gut ins Profil gepasst hätte. Durch eine drei­jäh­rige Eltern­zeit fiel sie jedoch durchs Raster. Erst als sich die Bewer­berin nach einiger Zeit bei Sabrina über den Stand der Bewer­bung erkun­digte, fiel diese Pro­ble­matik auf.

Nach der Schu­lung hat sie nicht nur mehr Ein­blick ins System gewonnen, son­dern weiß jetzt genau, wo eine auto­ma­ti­sierte Vor­auswahl blinde Fle­cken besitzt. Aus­sor­tierte Bewer­bungen unter­zieht Sabrina inzwi­schen rou­ti­ne­mäßig einer Nach­schau. Weil sie gezielt auf Lebens­lauf, fach­liche Eig­nung und Erfah­rung achtet, gelangen inzwi­schen auch Bewer­bende in die Gesprächs­runde, die das System zuvor über­sehen hätte.

KI Schulung für HR-Mitarbeiter und HR-Verantwortliche sind absolut notwendig und entscheidend - auch für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben

Opti­mierter Schu­lungs­pro­zess – indi­vi­duell abge­stimmt mit sycat eLU

sycat eLU bildet genau diese Punkte ab: HR-Ver­ant­wort­liche durch­laufen ein eigenes Modul, das sich deut­lich von dem der IT unter­scheidet, die eher die tech­ni­sche Seite der Fil­ter­kri­te­rien ver­ant­wortet.

Ändert sich die Rechts­lage, löst das auto­ma­tisch eine Auf­fri­schung aus, statt dass jemand von Hand daran denken muss.

Auch Wochen nach Abschluss der eigent­li­chen Schu­lung bleiben inter­ak­tive Test­sze­na­rien aktiv, sodass das Gelernte nicht ein­fach ver­blasst.

Je nach Standort im Ver­bund lassen sich zudem unter­schied­liche Mit­be­stim­mungs­an­for­de­rungen abbilden – und im Streit­fall zeigt der voll­ständig doku­men­tierte Schu­lungs­stand jedes Mit­ar­bei­ters sofort, wer wann worin geschult wurde.

Was indi­vi­dua­li­sierte Mar­ke­ting-KI-Schu­lung im Ein­zel­fall bedeutet

Bei Sabrina würde das heißen – Ihr Schu­lungs­modul unter­scheidet sich deut­lich von dem der IT-Abtei­lung, das eher die tech­ni­sche Kon­fi­gu­ra­tion der Fil­ter­kri­te­rien schult.

Für sie zählt vor allem die recht­liche Bewer­tung und die Doku­men­ta­tion gegen­über dem Betriebsrat an ihrem Standort.

KI Schulung für HR-Mitarbeiter und HR-Verantwortliche sind absolut notwendig und entscheidend - auch für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
Bild­quellen: istock — jacoblund